14. Schulkinder zu mieten

// 14. Dezember 2017 // Allgemein

Bodwe, der Pygmäe mit Vision

In unserer Kultur gehören wir alle unserem Häuptling bzw. dem Mwami, dem König in Musienene. Natürlich kann er uns nicht mehr verkaufen, wie es früher üblich war. Es ist eher eine Tradition. Aber vielleicht kann er uns auch nicht mehr verkaufen, weil es keine Käufer mehr gibt. Weiter im Norden im Sudan oder Somalia sollen durchaus noch Menschen nach Arabien verkauft worden sein.
Die Wambuti gehören Papa Schulze. Er hatte sie damals gekauft, ohne es zu wissen.
Der Kirchensekretär Vihombi und der Pygmäe Bodwe hatten sich zusammen getan und ihn überredet, den Stamm ihrem damaligen Herrn abzukaufen. Sie gehörten damals nämlich einem Mupiri, der sie nicht gut behandelte. Meistens gehen die Pygmäen dann einfach weg, aber sie wussten nicht, wohin. Schon damals gab es nicht mehr so viel Platz wie früher. Sie waren schon von Osten aus immer weiter nach Westen gezogen bis hierher nach Tandandale. Doch noch weiter ging nicht, denn da waren andere Stämme. Außerdem hatte Bodwe sich in den Nachbarländern umgeschaut. Er hat gesehen, dass es überall, wo Weiße waren, auch Entwicklung gab. So beschlossen sie, einen Weißen zu fangen.
Papa Schulze war damals Missionar1 in Katwa. Er gab dem Mupiri eine halben Sack Salz und damit übernahm er die Pygmäen. Er dachte damals, er würde sie frei kaufen.
Als die Pygmäen nun Papa Schulze gehörten, sollte er auch für sie sorgen. Sie wollten eine Schule, ein Krankenhaus eine Kirche und einen Flugplatz. Papa hat das gemacht mit der Hilfe von Freunden.

Angali und Imani in Konfirmationskleidung

Jetzt möchte ich mit Ihnen das Gleiche machen. Kaufen

Sie ein Schulkind und sorgen Sie für das Kind.
Es ist schwer, die Kinder von Senga immer wieder dazu zu überreden, zur Schule zu gehen. Es ist immer noch so, dass die Eltern den Grund nicht einsehen. Es wäre schön, wenn die besten Kinder eine Prämie bekommen könnten oder einen Paten haben, der für es sorgt.
Außerdem haben wir einige Kinder, die zur Sekundarschule gehen. Der Junge Sadrac Angali und das Mädchen Imani Somo gehen zur Sekundarschule in Tandandale.
Ich möchte gerne, dass Imani zu mir nach Buyinga kommt, denn in Senga wird sie sonst bald geschwängert. Dazu braucht sie aber einen Paten, der das für sie bezahlt.
Her gibt es nur wenige Schüler an der Schule Tandandale, deshalb droht die Schließung. Das Projekt Tandandale unterstützt die Schule bisher nicht.
In Buyinga haben wir drei Schüler: Taso Pia, Mumbere Sengi und Moise Angali. Aber:

Mumbere und Taso vor den unruhen

Mumbere Sengi kann dieses Jahr nicht die Schule besuchen. Es gab einen Konflikt zwischen ihm und seinen Eltern. Er ist der einzige Sohn und dachte, alle Sachen der Familie gehören ihm. Sein Vater hat eine Fleischerei in Mukondo. Er kauft öfter Ziegen und hält sie auf dem Feld hinter seinem Haus. Mumbere nahm eine Ziege ohne Erlaubnis. Das gab großen Ärger und deshalb darf er nicht zur Schule gehen.
Taso Pio war von den Nduma beeinflusst worden. Er ließ sich in Katanga locken und folgte ihnen. Aber, Gott sei Dank, kehrte er nach einigen Tagen wieder zu seiner Familie zurück. Er sollte die Schule wieder aufnehmen, aber er hat Angst vor den Regierungssoldaten. Die herrschen heute in Buyinga und suchen die Maimai.

Moise Angali 2015 im Gespräch mit Horst Schulze. Kurz danach brach er die Schule ab.

Moise Angali hatte auch die Schule abgebrochen. Er war der erste Schüler bei meiner Ankunft in Buyinga/Tandandale. Er verließ die Schule ohne irgend eine Entschuldigung oder Erklärung. Das war vor drei Jahren.
Eines Tages kam er zu mir und bat weinend um Vergebung. Er bat mich, auch Schulze um Vergebung zu bitten, er hätte damals wie ein Dummkopf gehandelt. Er schwor, dass er alles tun würde, um sein Diplom zu bekommen und nichts mehr ausfallen lassen. würde.
Ich hatte Mitleid mit dem Jungen vor mir, als ich sah, wie schuldig er sich fühlte. Es gibt ein Sprichwort bei den Nande :
Wer keine Ent­schul­digung akzeptiert, ist wie ein Zauberer.
Deshalb habe ich ihm vergeben.
Er hat seine Unter­lagen bei mir zu Hause seit zwei Wochen. Bevor er zur Schule ging, sprach er mit dem Direktor und bat ihn auch um Ver­gebung. Heute hat er seinen Unter­richt wieder mit Eifer aufge­nommen.

Er war damals im 5. Jahr Pädagogik, doch er entschied ins 3. Jahr Bau­technik zu gehen. Das passt besser, denn wegen ihrer fehlenden Körper­größe haben Pygmäen es nicht leicht, als Leh­rer anerkannt zu werden.

Jetzt bleibt es mir nur noch, Papa Schulze zu über­zeugen, dass er für Moise das Schul­geld bezahlt. Er will das nicht, weil Moise abge­brochen hat.

Bitte sprechen Sie mit ihm, dass er seine Meinung ändert.

Alle diese Kinder brauchen Unterstützung und Hilfe, um ihre Schule gut beenden zu können.

Ich habe für die Schüler bei mir in Buyinga Nachhilfe organisiert, Ihre Hausaufgaben überwacht und dafür gesorgt, dass sie zu essen haben. Dies mit Ihrer Hilfe, verehrte Spender. Danke.

Liebe Freunde in Deutschland. Dies sind einige unserer Schüler.

Welchen möchten Sie kaufen?

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